„Dass ich mich schuldig fühle, wenn es mir gut geht“

In der Trauer können Momente entstehen, in denen sich das Leben wieder leichter anfühlt. Augenblicke, in denen Sie lachen, etwas genießen oder einfach für einen Moment nicht an den Verlust denken.

Genau in diesen Situationen taucht bei vielen Menschen ein Gefühl auf, das schwer einzuordnen ist: Schuld. Als dürfte es Ihnen nicht gut gehen, solange dieser Mensch fehlt.
Als wäre Freude ein Zeichen von Vergessen oder ein Mangel an Verbundenheit.

Schreibimpulse

Schuldgefühle entstehen oft in konkreten Situationen. Vielleicht gibt es Momente, in denen Sie gespürt haben, dass es Ihnen gut geht – und unmittelbar danach ein innerer Widerstand entstanden ist. Sie können versuchen, genau diese Situationen zu beschreiben.

Vielleicht beginnen Sie mit: „Ich habe mich schuldig gefühlt, als …“

Oder: „Ein Moment, in dem es mir gut ging, war …“

Es geht nicht darum, diese Gefühle zu bewerten. Sondern sie sichtbar zu machen.

Ritual

Sie können Ihren Brief bewusst aufbewahren. Vielleicht in einem Umschlag oder an einem Ort, der für Sie mit Ruhe verbunden ist. Er kann als Erinnerung daran dienen, dass sich unterschiedliche Gefühle gleichzeitig zeigen dürfen. Es geht nicht darum, sich für eine Seite zu entscheiden. Sondern darum, beides anzuerkennen.

Abschluss

Dass es Ihnen zwischendurch gut geht, verändert nicht die Bedeutung dieses Menschen. Es zeigt, dass Ihr Leben sich weiterbewegt. Und dass neben der Trauer auch andere Gefühle wieder Raum bekommen. Vielleicht darf genau das Schritt für Schritt entstehen.

 

Hier können Sie sich Ihren Beispielbrief kostenlos herunterladen