„Was ich dir nie sagen konnte“
Innerhalb von Familien bleiben oft Dinge unausgesprochen. Nicht unbedingt, weil sie unwichtig sind, sondern weil sie schwer auszusprechen sind, weil der richtige Moment fehlt oder weil bestimmte
Themen keinen Raum bekommen.
Gerade in Beziehungen zwischen Eltern und Kindern oder innerhalb der Familie entstehen so häufig Gedanken und Gefühle, die über lange Zeit bestehen bleiben, ohne jemals klar formuliert zu
werden.
Wenn ein Mensch stirbt, wird oft erst deutlich, was alles nie gesagt wurde. Vielleicht spüren Sie, dass genau diese unausgesprochenen Dinge in Ihnen präsent sind.
Schreibimpulse
Unausgesprochene Dinge sind oft nicht klar formuliert, sondern eher ein Gefühl oder eine innere Bewegung. Vielleicht gibt es Gedanken, die Sie lange zurückgehalten haben. Oder Sätze, die immer
wieder auftauchen, ohne dass sie je gesagt wurden. Sie können versuchen, genau diese Worte jetzt aufzuschreiben.
Vielleicht beginnen Sie mit: „Ich habe dir nie gesagt, dass …“
Oder: „Was ich dir eigentlich noch sagen wollte, ist …“
Es darf unvollständig bleiben. Wichtig ist nur, dass es einen Ausdruck bekommt.
Ritual
Sie können den Brief nach dem Schreiben laut oder leise vorlesen. Dieses Aussprechen kann helfen, den Worten eine zusätzliche Wirkung zu geben. Anschließend können Sie entscheiden, ob Sie den
Brief aufbewahren oder an einem ruhigen Ort ablegen. Es geht darum, das, was bisher unausgesprochen war, bewusst stehen zu lassen.
Abschluss
Nicht alles, was wichtig ist, wird im richtigen Moment gesagt. Das bedeutet nicht, dass es verloren ist. Manches kann auch später noch einen Ausdruck finden. Und manchmal entsteht genau daraus
eine leise Form von Entlastung.
Hier können Sie sich Ihren Beispielbrief kostenlos herunterladen