„Der letzte Moment fehlt mir“
Nach einem plötzlichen Verlust kann sich ein sehr konkretes Gefühl zeigen: Der letzte Moment
fehlt. Nicht im Sinne eines bewussten Abschieds, sondern als ganz reale Erfahrung – der letzte Blick, die letzte Begegnung, das letzte
Zusammensein.
Oft entsteht dabei eine innere Leerstelle. Ein Punkt, an dem etwas hätte sein können, der aber unbesetzt geblieben
ist. Vielleicht spüren Sie, dass genau dieser fehlende Moment immer wieder in Ihnen auftaucht.
Schreibimpulse
Der fehlende letzte Moment ist oft kein klarer Gedanke, sondern eher ein inneres Bild oder eine Vorstellung. Vielleicht
haben Sie eine Idee davon, wie dieser Moment hätte sein können. Sie können versuchen, genau diese Vorstellung aufzuschreiben.
Vielleicht beginnen Sie mit: „Ich hätte mir gewünscht, dass unser letzter Moment so gewesen wäre
…“
Oder: „Was mir am meisten fehlt, ist …“
Es geht nicht darum, etwas realistisch darzustellen. Sondern darum, diesem fehlenden Moment eine Form zu
geben.
Ritual
Sie können Ihren Brief bewusst an einem ruhigen Ort lesen. Vielleicht an einem Platz, der für Sie mit Erinnerung oder
Stille verbunden ist. Sie können sich dabei einen Moment Zeit nehmen und sich innerlich genau diesem fehlenden Moment zuwenden.
Nicht, um ihn zu ersetzen. Sondern um ihm einen Platz zu geben. Es entsteht
kein tatsächlicher letzter Moment – aber eine Form, in der er für Sie existieren darf.
Abschluss
Nicht jeder Moment, der wichtig gewesen wäre, kann erlebt werden. Und doch kann er innerlich eine Bedeutung
behalten. Indem Sie ihm Raum geben, wird er nicht vollständig geschlossen. Aber er wird weniger
unbestimmt. Und genau darin kann bereits eine Veränderung liegen.
Hier können Sie sich Ihren Beispielbrief kostenlos herunterladen